über diese Geschichte

Vorher

Alles begann mit einem Buch von Charles Berlitz (“das Atlantis-Rätsel”) in dem er den Versuch machte zu belegen, daß das versunkene Reich in der Nähe seiner Heimat läge, nämlich bei den Bimini-Inseln im Westatlantik, nahe an Florida, USA. So faszinierend dieser Autor auch schreibt, mir kamen Zweifel an seiner Theorie. Konnte der griechische Autor Platon tatsächlich Kenntnis von einer so weit von Griechenland entfernten Gegend erlangt haben? Waren ägyptische Schiffe also bis Amerika gelangt? Hätten wir dann nicht mehr als nur einen Bericht davon?

Ich nahm Charles das also nicht ab. Was macht man dann? Man liest weitere Quellen. Zu Allererst natürlich das Original, also die Kritias-Timaios-Dialoge und weitere antike Berichte. Ich fand meine Zweifel bestätigt, und habe dann so einiges zum Thema gelesen und mit vielen Leuten diskutiert, wobei mir dann auffiel daß Atlantis so ungefähr überall schon “gefunden” worden sein soll. War ich an der Nordseeküste, hatte es natürlich mit dem versunkenen Rungholt oder gar mit Helgoland zu tun; am Mittelmeer hörte ich oft, das wäre doch ganz klar: Santorin, was sonst.

Da triffst du einen Nordfranzosen und der “belegt” dir mühelos, daß es natürlich eine Insel vor der Normandie war, weiter südlich sieht man es vor Spanien versunken - und, natürlich, die auf den Azoren lebenden Guanchen sind die letzten Überlebenden. Ach ja, und laut Hitler kamen ja die Germanen von dort...und so weiter. Ich möchte hier nicht alle Theorien aufzählen.

Mir kommt es so vor, als würden sich in solchen Angaben Heimatliebe (wo auch immer des Theoretiker’s Heimat ist) und Wunschdenken paaren und abstruse Theorien gebären. Das ärgerte mich, weil meine Heimat am Rhein liegt und - leider, die Rheininseln  zu klein sind um mich daran zu beteiligen. Ich erwog eine Satire zu schreiben. Mich ärgerte auch, daß alle Welt über “wo war Atlantis ” diskutiert, aber kein Mensch über “was war Atlantis ” - also über das, was meiner Meinung nach  - und auch so gesehen von vielen Zeitgenossen Platons - daran wichtig war oder ist, der “Entwurf einer idealen Gesellschaft”.

Das tat ich aber dann doch nicht, mit dem Hintergedanken daß es kaum eine Satire gibt die nicht plötzlich für bare Münze gehalten und echt geglaubt wird; ich wollte dem Unsinn keine weitere Irrung hinzufügen. Ich gab es also auf, etwas über Atlantis zu publizieren.

Der Anfang

Ich schrieb an einer eher einfachen Liebesgeschichte. Nur so, als Hintergrund, wollte ich dafür die alte Legende von Atlantis mitverwenden, und schon war’s passiert. Mein Wissen über die vielen Theorien, aber auch meine Kenntnis diverser wissenschaftlicher Erkenntnisse, meine Meinung darüber was an der Gesellschaft zu verbessern wäre und auch das Wissen über nicht-europäische Gesellschaften  mischten sich in die Erzählung ein und bald war mehr entstanden als nur die Story von Alida und Norman. Dazu kam der Gedanke “wollen wir doch mal sehen ob es möglich ist eine glaubhafte Geschichte zu schreiben, die nicht etwa völlig frei erfunden ist, aber von sehr soliden Fakten ausgehend, doch ständig abhebt und diese Fakten etwas weiterspinnt.”

So wurde aus der Love Story dann zuerst eine Art Science Fiction und später etwas das ich gar nicht mehr klassifizieren mag. Die Geschichte verselbstständigte sich und bekam ständig neue Äste und Zweige, bis ich selbst äußerst erstaunt war was sich entwickelt hatte. Und die Bemühung, dabei nicht in den freien Raum abzuheben (was viel einfacher gewesen wäre) sondern immer in der Nähe wirklicher Tatsachen zu bleiben, war immer gegenwärtig und ist es noch.

Tatsachen und Fiktion

Ich bitte alle die das lesen jetzt nur nicht etwa anzunehmen, das berühmte Inselreich läge tatsächlich dort wo die Geschichte es plaziert. Das ist die einzige absolut frei erfundene “Tatsache” der Erzählung.

Wissenschaftliche Angaben sind keineswegs frei erfunden. Nichts, absolut gar nichts was erwähnt wird, ist völlig abwegig und ohne jede Fundierung. Als Beispiel möchte ich nur erwähnen daß wir tatsächlich fähig sind, in aüßerst reinen Kristallen Licht “einzuspeichern” und mittels eines Befehls (elektrischer Impuls) wieder abzurufen. Man nennt die Anwendung einen  Laser . Die erwähnte ungeklärte Natur der Schwerkraft ist auch nicht erlogen, ich habe nur etwas vorgegriffen und behauptet, man könnte sie bereits beeinflussen - noch sind wir nicht ganz so weit. Dies läßt sich fortsetzen, so gibt es die Nutzung vulkanischer Wärme durchaus, sie wird derzeit vorsichtig ausgebaut - inzwischen auch schon an Orten wo es gar keine aktiven Vulkane mehr gibt, etwa im Elsaß. Das mag genügen um meine Arbeitsweise etwas zu erklären.

Gesellschaftliche Angaben sind ebenfalls nicht reine Fiktionen. Die avalonische Gesellschaft gibt es so zwar nirgends, wenn man allerdings die Spielregeln einiger Südseeinseln und indianischer Stämme etwas mit dem Christentum vermischt, sind sie leicht erklärbar. Gemeint ist das Christentum der Bibel, nicht der “real existierende heutige Zustand”. Darüber hinaus haben sich einige Entwürfe anarchistischer Theoretiker, vor allem Fürst Kropotkin’s, auf unerklärliche Weise hineingefunden. 

Wirtschaftstheorien sind mir ebenfalls nicht fremd und haben ihren Weg in die Geschichte gemacht. Dabei sind wiederum die Anarchisten nicht unbeteiligt, aber auch Aussagen aus der Bibel, dem Koran und einer Schrift der Baha’i-Religion finden sich zusammen zum “avalonischen System”. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen daß ich weder Anarchismus, noch Marxismus oder irgendeinen ...ismus vertreten will, aber sehr dafür bin diese Dinge neu zu überdenken und dabei nicht nach gestern zu sehen. Was morgen sein wird, kann kaum von gestern abgekupfert werden.

Die auftretenden realen Personen mögen es mir bitte nachsehen daß ich ihnen Gedankengänge und Aussagen, Diskussionsbeiträge oder Haltungen angedichtet habe. Das ist so zu sehen “warum eigentlich nicht?” oder auch “so hätten wir euch gern, liebe Promis” - und was nicht ist, kann ja noch werden.

Sollte jemand meinen, da hält sich einer aber auch gar nicht an das was üblich ist , so hat er mich verstanden. Ich wäre froh wenn es dieses Avalonia wirklich gäbe und ein wirklicher König Aldor Mut und Kraft hätte, die real Regierenden mitzureißen und zu einer ganz anderen Gangart anzustiften. Ich wäre nämlich ganz froh wenn mich  nicht gelegentlich der Gedanke beschleichen würde daß es gar nicht so übel ist daß ich eines Tages sterben und diesen verrückten Sauhaufen hinter mir lassen werde, den man Menschheit nennt.

Quellen, Urheberrechte, Verweise und Links

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Gerd Bottmann, 2005-2009

Überarbeitete Version, 12/2012

Nach 5 Jahren im Netz, etlichen Kommentaren und technischen Veränderungen habe ich mich zu einer Überarbeitung entschlossen. Verändert wurden

  • HTML-Version . Damit entfällt die Zweiteilung der Site in Frame / Nonframe-Version; es gibt nur noch eine online-Version mit statischer, immer sichtbarer Navigation - aber ohne Frames. Mit alten Browsern kann das anders aussehen, aber mit Rücksicht auf den Arbeitsaufwand und heutige Gestaltungsmöglichkeiten fand ich das angezeigt.
  • Tippfehler-Korrektur...
  • kleine Textänderungen, was mißverständliche Formulierungen betrifft. Ich danke allen die mir Kommentare geschickt haben!
  • Überarbeitung einiger Grafiken und der pdf-Ausgabe.
  • Linkkorrektur
  • “Karten” ist  entfallen. Das technische Konzept beruhte auf Frames, die gibt es nicht mehr, deshalb.

Mainz, im Dezember 2012

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